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JCVP Kanton Zürich fordert Kontingente für Aargauer im Kanton Zürich

Zürich – 01.04.2018

Genug ist genug! Die JCVP Kanton Zürich fordert eine sofortige Kontingentierung der Massenzuwanderung aus dem Kanton Aargau!

Die JCVP will sich eines Problems annehmen, das den Kanton Zürich schon lange plagt:

Man findet sie in Zügen, Büros, Restaurants und praktisch jeder Gemeinde im Kanton Zürich. Sie gefährden Zürcher Arbeitsplätze, fördern Lohndumping und schaden unseren Familien. Ausführliche Sondierungsgespräche mit der Zürcher Bevölkerung haben gezeigt, dass sie zu den grössten Sorgen der Zürcherinnen und Zürcher gehören: die Aargauer!

Der Aargauer Grenzgänger wohnt üblicherweise in unmittelbarer Nähe zum Kanton Zürich und profitiert dabei sowohl von den hohen Zürcher Löhnen, als auch den niedrigen Lebenshaltungskosten im Kanton Aargau. Die SBB spielt dabei eine tragische Rolle als Schlepperin, die die Aargauer Grenzgänger im Viertelstundentakt mitten ins Zürcher Stadtzentrum befördert. Die Bewohner der Stadt Zürich beklagen sich denn auch über den zunehmenden Dichtestress. Die Aargauer Grenzgänger belasten die Zürcher Infrastruktur überproportional, zahlen aber in Zürich keine Steuern, um diese Mehrbelastung auszugleichen.

Trotzdem hat die Junge CVP Kanton Zürich in der Vergangenheit stets Projekte zum Ausbau der öffentlichen Verkehrsinfrastruktur im kantonsübergreifenden Grenzgebiet befürwortet, wie beispielsweise die Limmattalbahn, nach dem Prinzip: Ein Aargauer in der Bahn ist ein Aargauer weniger auf der Strasse, und damit die geringere Gefahr für unsere Bevölkerung, insbesondere Kinder und Senioren.

Die Zahl zugewanderter Aargauer in den letzten Jahren ist dabei jedoch dramatisch in die Höhe geschnellt. Allein im Jahr 2013 waren es 4’203 und seitdem ist diese Zahl weiter gestiegen. Und auch der Grenzgängerzustrom nimmt nicht ab. Für die JCVP Kanton Zürich ist daher klar: Genug ist genug! Wir wollen, dass die Sorgen und Ängste der Bevölkerung ernst genommen werden. Landes- und Kantonsregierung sind gänzlich untätig geblieben, sich des Problems anzunehmen. Wir fordern daher eine Kontingentierung der jährlichen Zuwanderung und Anzahl Grenzgänger aus dem Kanton Aargau für den gesamten Kanton Zürich!

Dazu wird es auch notwendig sein, systematische Grenzkontrollen zwischen Spreitenbach und Dietikon und Rudolfstetten und Dietikon einzuführen, wie es bereits vor 1351, also vor dem Beitritt des Kantons Zürich zur Schweizerischen Eidgenossenschaft, der Fall war. Das Aufgeben dieser Kontrollen erachten wir als historischen Fehler. Sie hat zu einer unkontrollierten Zuwanderung aus dem Aargau geführt. Heute ist darum nur noch schwer zu unterscheiden, wer ein echter Zürcher und wer ein zugewanderter ist. Dies hat auch zu einer Entfremdung in den ländlichen Gemeinden geführt.

Angesichts der Tatsache, dass der Kanton Aargau seit Jahrzehnten von seinen Grenzgängern profitiert, erwarten wir, dass er sich an den Kosten der neuen Grenzkontrollen beteiligt. Die Junge CVP Kanton Zürich möchte klar zum Ausdruck bringen, dass sie keine Vorurteile gegenüber dem Kanton Aargau hat. Sie erkennt beispielsweise dessen historische Bedeutung als Pufferzone zwischen Zürich und Basel an. Es kann unserer Meinung nach aber nicht so weitergehen, dass sich der Aargau einseitig auf Kosten des Kanton Zürichs bereichert.

Auch anerkennen wir, dass die Zürcher Wirtschaft teils auf Fachkräfte aus dem Kanton Aargau angewiesen ist. Die Kontingente sollen sich daher auch an den Bedürfnissen der Wirtschaft orientieren. Die Junge CVP gibt jedoch zu bedenken, dass Studien nahelegen, dass ein Grossteil der Zuwanderung aus dem Aargau in den letzten Jahrzehnten keine qualitative Zuwanderung von Fachkräften war, sondern vielmehr in Bereichen stattfand, in denen bereits eine hohe Arbeitslosigkeit von Zürcherinnen und Zürchern besteht. Die Junge CVP Kanton Zürich sieht es deshalb auch als angebracht an, den Aufenthaltsstatus von Aargauerinnen und Aargauern im Kanton Zürich einer kritischen Überprüfung zu unterziehen. Der Verdacht liegt nahe, dass viele nicht aus tatsächlicher Not, sondern aus rein wirtschaftlichen Gründen in den Kanton Zürich kommen.

Die JCVP schlägt daher vor, dass vermehrt Kurzaufenthaltsbewilligungen ausgestellt werden sollen. Angesichts der unmittelbaren Nähe zum Aargau wäre eine bewilligte Aufenthaltsdauer von 8-10 Stunden angemessen. Damit könnte auch der akuten Wohnungsnot von Zürcherinnen und Zürchern und der Einwanderung in die Sozialsysteme Zürcher Gemeinden nachhaltig beigekommen werden.

Die Junge CVP Kanton Zürich ist daher überzeugt, dass mit einer besseren Steuerung der Zuwanderung aus dem Aargau durch ein Kontingentsystem dem Wohl aller Zürcherinnen und Zürcher gedient ist.

 

 

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