02.07.2020 / Communiqués / /

Laissez-Faire-Methode der Regierung riskiert eine zweite Welle!

Die Fallzahlen steigen fast täglich. Auch heute wurden für die Schweiz und Liechtenstein wieder über 100 neue Corona-Fälle gemeldet. Zu viele!

Die Schweiz hat trotz hoher Ansteckungsrate mit den vom Bundesrat getroffenen Massnahmen die Pandemie schnell und gut in den Griff gekriegt, wenn auch schon beim ersten Mal zu spät reagiert wurde und Defizite im Epidemiengesetz und dessen Umsetzung schonungslos aufgedeckt wurden.
Auch wenn die Regierung allgemein sehr gut reagiert hat, scheinen sich leider einige der Fehler zu wiederholen! Die Regierung reagiert zögerlich und setzt einfache, nicht einschneidende Massnahmen (wie z.B. eine Maskenpflicht im öffentlichen Verkehr und in Einkaufsläden) nicht um.

Der sprunghafte Anstieg der Fallzahlen ist mit grosser Wahrscheinlichkeit auf den letzten Lockerungsschritt zurückzuführen. Die Bevölkerung hat viele Freiheiten zurückerhalten, sehr wahrscheinlich zu viele. Dabei wurde ein falsches Signal von Sicherheit gesendet und wir riskieren die hart erkämpften und teuer bezahlten Errungenschaften, welche wir mit dem Lockdown erreicht haben, wieder leichtfertig zu verspielen.

Jedoch wundern wir uns auch über das Verhalten diverser anderen Akteure. Zum Beispiel können wir nicht nachvollziehen, wie die Linken sich getrauen, sich als sozial und solidarisch zu bezeichnen, wenn sie eben diese Werte mit ihrem Demonstrationsaufmarsch mit den Füssen treten. Dabei wurde klar ersichtlich, dass ihre eigene Ideologie wichtiger ist als die Gesundheit und das Leben der Schwächsten. Mit ihren Demonstrationen, bei denen kaum jemand eine Maske trug und zudem noch laut Sprachchöre gesungen wurden, haben sie bewusst die eigenen Interessen über diejenigen der Allgemeinheit gestellt. Wie können es die linken Parteien noch wagen, sich selbst als sozial zu bezeichnen, wenn ihr Verhalten offenkundig asozial ist?

Nicht nur die Linken spielen während der ganzen Pandemie eine unglückliche Rolle! Zuerst wehrten sich vor allem die bürgerlichen Parteien gegen schnelle und griffige Massnahmen. Das zögerliche Verhalten hat dazu geführt, dass sich das Virus stärker verbreiten konnte und der Lockdown daher länger gedauert hat, als es mit einem schnellen und entschiedenen Eingreifen nötig gewesen wäre.
Kaum erholten sich die Zahlen etwas, wurden die Forderungen schnell laut, die getroffenen Massnahmen zu lockern, dabei konnte es der Sünneli-Partei nicht genug schnell gehen. Dank dem Druck von rechts und der Wirtschaft wurden die Massnahmen nun wohl etwas zu schnell gelockert, so dass sich das Covid-19 zurückmeldet. Das ist das Ergebnis, wenn man Gier und Profit über das Allgemeinwohl stellt.

Um einen erneuten Lockdown und damit verheerende Folgen für Wirtschaft und Gesellschaft zu verhindern, fordert die JCVP des Kantons Zürich, dass umgehend folgende Massnahmen eingeführt werden. Diese sollen die Verbreitung des Coronavirus verlangsamen.

1.  Schliessung von Clubs und Förderung von Outdoor-Events und Pop-Up-Bars

In Clubs können die Abstandsregeln kaum eingehalten werden. Dementsprechend gross ist das Ansteckungsrisiko. Ausserdem ist dieses in geschlossenen Räumen generell höher.

Um dem Bedürfnis der Jungen dennoch gerecht zu werden, sollen stattdessen einfach und unkompliziert Outdoor-Events und Pop-Up-Bars ermöglicht werden. Denn das Bedürfnis nach sozialen Kontakten und Party vergeht nicht einfach mit der Schliessung der Clubs.

2.  Reduktion der Versammlungsgrösse auf 150

Ein wichtiges Instrument für die Eindämmung des Virus ist das Contact Tracing. Wenn jedoch nur schon bei einer infizierten Person an einem Anlass 299 andere informiert werden müssen, strapaziert dies Ressourcen. Eine Reduktion der Versammlungsgrösse auf 150 Personen ist deshalb angemessen. Familienfeste oder Hochzeiten könnten weiterhin gefeiert werden.

3.  Maskenpflicht im öffentlichen Verkehr und in Einkaufsläden

Die Junge CVP begrüsst den Entscheid des Bundesrates über die Einführung einer Maskenpflicht im öffentlichen Verkehr, auch wenn sie aus unserer Sicht eine Woche zu spät kommt, und hofft, dass diese Pflicht nicht gleich wieder bei der ersten Verbesserung der Lage fällt.
Wir hätten uns gewünscht, dass auch in Einkaufsläden eine Maskenpflicht eingeführt wird, denn nicht nur im öffentlichen Verkehr, sondern auch in Einkaufsläden können Abstände nicht immer eingehalten werden. Deshalb ist es wichtig, dass Maskentragen dort zur Pflicht wird.
Eine Maskenpflicht nimmt uns keine Freiheiten weg, sie hilft uns dabei, dass wir Freiheiten nicht wieder verlieren.

 

Auskünfte und weitere Informationen:

Adrian Moser, Parteipräsident JCVP Kanton Zürich:
Mail: adrian.moser@jcvp-zh.ch, Tel: 079 739 47 39